Basketball: Wo kommen die Towers her?

26.08.2022

Basketball: Wo kommen die Towers her?

Derweil sich die Towers, die großen Towers , gerade nach einer massiven Umbau-Phase kurz vor der neuen Saison befinden, kümmern wir uns, weil so herrlich vorausschauend, um den Nachwuchs.

Basketball: Wo kommen die Towers her?

 

Derweil sich die Towers, die großen Towers , gerade nach einer massiven Umbau-Phase kurz vor der neuen Saison befinden, kümmern wir uns, weil so herrlich vorausschauend, um den Nachwuchs. 

 

Denn eine funktionierende Nachwuchsarbeit muss ja eigentlich das Ziel eines jeden Profi-Vereins sein. Erst recht, wenn man es so gut meint wie die Veolia Towers, denn so heißen sie jetzt.

Also juckelten wir mal nicht nach Wilhelmsburg, sondern nach Wandsbek, in eine ehemalige Tennishalle, wo die Towers ihren Nachwuchs züchten, täglich gießen, denn wenn es draußen heiß ist, ist es da drinnen noch viel heißer, ähnlich bei kalt. Wir treffen Jan Eichberger (34), er kommt eigentlich aus Köln (Berlin, Frankfurt, Vechta, …), und Constanze Wegner (32), Hamburgerin, ehemalige Bundesliga-Spielerin in Osnabrück, genannt Conny. Jan ist hauptberuflich verantwortlich für die JBBL (meint Jugend-Bundesliga, heißt U16), Conny nebenberuflich für die NBBL (Nachwuchs-Bundesliga/U19). Sie erklären uns, wie der Weg zum Basketballprofi aussehen könnte: Fokus auf U16, Ausbildung, früh anfangen, Weichen stellen, U19 fortführen, weiterentwickeln. Das Ganze ist ein durchaus großer Komplex. Sechs Mal wöchentlich müssen die Nachwuchstalente in der Tennishalle ran, vier Mal on top kommt auf die basketballspielenden Schüler:innen des ATW zu (Stadtteilschule Alter Teichweg in Dulsberg, Eliteschule des Sports). Denn dort kooperieren die Towers mit dem Hamburger Verband, coachen den Schulunterricht und haben so auch vormittags zwischen Mathe und Englisch einen Blick auf die Talente der Stadt. „Natürlich bilden wir aus, um bestmöglich eigenen Nachwuchs für die Bundesliga zu generieren“, was jetzt nicht überrascht, „wir wollen aus den Jungs aber auch gute Menschen machen“, was jetzt schon überrascht, denn wir sind ja nicht im Konfirmationsunterricht. Passt aber zu den Towers! Dennoch haben es die Leistungskriterien schon in sich, weit und toll werfen: eher nachgelagert. „Die Resilienz, die Widerstandfähigkeit ist uns wichtig. Wir wollen Sportler, die mutig bleiben, die an sich arbeiten wollen, die mit Niederlagen und Leistungsdruck umgehen können.“ Rumms. Das klingt tough, aber sinnig. „Wem nutzt der tollste Drei-Punkte-Werfer, dem aber der Druck nicht guttut“, erklärt Conny, sachlich, ernst. „Wir brauchen Basketballer, körperliche Voraussetzungen sind jetzt mal gesetzt, die schnell lernen können, lernen wollen, die zudem Potenzial mitbringen, das sie entsprechend weiterentwickeln.“ „Und explosiv müssen sie sein“, sagt Jan, um es jetzt mal wieder basisch zu halten. Overall: „Wichtig ist uns beim Rekrutieren der Jugendlichen, dass auch die Eltern mitziehen, das Umfeld mitspielt und die Schule passt“, sagt Conny abschließend sehr konsequent und brennt vor Motivation. Was ja schon mal die besten Voraussetzungen sind.

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Fotos: 
Einläufer -> sporting hamburg
Pic 01 -> Patrick Willner
Pic 02 -> Patrick Willner