E-Sport: Das kommt was Großes auf uns zu

08.11.2021

E-Sport: Das kommt was Großes auf uns zu

Nicht nur, weil E-Sport/Gaming inzwischen fast olympisch ist, machen wir einen Ausflug nach Bergedorf, zu den Unicorns of Love, und treffen uns mit Vivien Mallant im neuen HOTHOTHOT-Spot der UOL (Unicorns O…).

Denn Neu-Investor Tomislav Karajica (Towers, Sea Devils, Funkturm, Viktoria Berlin, Edeloptics, …) hat hier ein ehemaliges Tagungshotel der Telekom übernommen, und nun ist die Familie Mallant Hausherr über 20.000 qm „irgendwie Computerspiele“, wenn man die Nachbarn fragt. Das Gaming House ist das Größte, die größte Playstation in Europa. Die Mallants waren lange ein Familienunternehmen, investierten vorsichtig in gute Gamer, kreierten das Team der Unicorns of Love, die sich dann online, auf großen Events, zunächst nur am PC, spielerisch verausgabten und damit offensichtlich erfolgreich waren. Sie treten sogar bei den Worlds, also der WM, in League of Legends an, gehören damit aktuell wie schon 2020 zu den 24 besten Teams der Welt.

Die Branche brennt, aber die Vielfalt dessen, was die Branche ausmacht, so auch die Unicorns, ist wild und spannend zugleich. Gespielt wird in Teams in unterschiedlichen Spielen (League of Legends, Clash of Clans, Simracing, …, Achtung: E-Sailing ist auch dabei), und an unterschiedlichen Endgeräten: PC (ist klar), Konsole (auch logisch), Smartphone (na gut), Virtual Reality – und die gehen alle unter dem Namen Unicorns of Love an den Start. E-Sailing war tatsächlich olympisch, niemand hat´s gesehen bzw. mitbekommen, und die Unicorns haben ´ne olympische Medaille gewonnen, nur eben irgendwie nicht für Deutschland, sondern für uns. „Deswegen wird professionelles Gaming auch nicht nachhaltig olympisch sein“, sagt Vivien, im Netz ist es egal, wo Du herkommst: Heimatland? Verein? Who cares?! Spannend: „Unsere Spieler:innen kommen aus fast 20 Nationen.“ China, Japan, Finnland, …, 20 eben, da interessiert es niemanden, wer woher kommt. 50–60 Spieler:innen sind es in Summe, knapp 20 davon sind Profis. Sie spielen im Netz, jede:r wo auch immer, auf großen Events, wo alle zusammenkommen, oder auch zum Training, wenn die Teams aus aller Herren Länder jetzt dann nach Hamburg kommen, um gemeinsam zu trainieren: „Gerade haben wir hier ein Bootcamp des russischen Teams.“ „Die Unicorns of Love sind eine Profi-Sport-Organisation, wie es auch der HSV ist“, sagt Vivien. Sie bieten weltweit Unterhaltung, durch Tipptopp-Teams, zahlen Spielergehälter, Trainer, Manager, Köche (im Gaming House Moskau), Mental Coaches, casten neue Talente, undundund, alles im Netz, und sie bieten eine sensationelle mediale Plattform mit Reichweiten, bei denen einem die Tränen kommen (auch mal 50 Millionen, da muss ein Werbetreibender in Hamburg ganz schön lange für trommeln). Vater Jos ist der CEO, Bruder Fabian „Sheepy“ ist Coach. Zusammen verdienen sie ihr Geld nicht mit Preisgeldern, sondern mit der Vermarktung von Werbezeiten und Flächen, um‘s mal salopp zu formulieren. Wie der HSV eben. Und je besser die Teams, … alles verstanden. „Gaming entwickelt sich von oben nach unten“, erklärt uns Vivien. „Die Reichweite, die Begeisterung schafft Strukturen. Wir verstehen uns hier deswegen als Berater, als Gaming-Hub für alle“, sagt sie. „Die Unicorns sind unser Profi-Team, wie auch der HSV neben dem Profi-Fußball im e. V. Eishockey spielt.“ Aber auch „Laien“ können hier spielen, Montags ab 17 Uhr sind in Bergedorf z. B. sogar FIFA-Events für alle, da kann jede:r kommen. Der Komplex in Bergedorf, sein Name: RCADIA, bietet viele Möglichkeiten, entwickelt sich langsam. Die Vision der Unicorns ist beeindruckend. Das derzeit schon von Spieler:innen genutzte integrierte Hotel hat 200(!!!) Zimmer. „Wir bieten Co-Working, Co-Living, wie ´ne riesen WG, Events, haben ein Restaurant, auch für die Nachbarschaft.“ Spannender Mix.

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Fotos: Riot Games, Unicorns of Love