Hamburg Towers - Drei dabei!

22.09.2021

Hamburg Towers - Drei dabei!

Wenn inzwischen drei Brüder, die Schwester zögert noch, in ein und demselben Verein aktiv sind, kann man schon von Unterwanderung sprechen – `ner freundlichen, denn die Jungs sind ja nett.

Aber auffällig ist das schon. Wir treffen die drei Hollatz-Brüder natürlich in Wilhelmsburg, Home of the Towers. Nachdem Justus (20), er spielt seit 2014 bei den Towers, inzwischen zu einem Leistungsträger der Hamburg Towers in der easyCredit BBL avancierte, zuletzt sogar zum besten Nachwuchsspieler der Liga gewählt wurde und sowieso Everybody’s Darling ist, kam der ältere Bruder Jacob (22) jüngst aus Oldenburg zurück nach Hamburg und dann jetzt in die Towers-Familie. Indes der älteste der drei, Joshua (24, er wird Physio), längst und zwar ehrenamtlich, seit 2020 als Co-Trainer, die U19 trainiert, die Towers-Vertreter der Nachwuchsbundesliga. Noch Fragen? Zum Beispiel: Wieso ist kein Bruder ein Ausreißer und spielt TennisGolfHallenhalma? Die Antwort: Es war die Basketball-AG der 4. Klassen in der Grundschule in Marmstorf, offensichtlich die Talentschmiede schlechthin. Alle drei Brüder blieben schlichtweg beim Basketball hängen, und der Vater intervenierte nicht, da selbst Basketballer (wir haben da ‘nen Verdacht). Ihr erster Verein war die BG Harburg Hittfeld. Und während Justus dann direkt in die Nachbarschaft nach Wilhelmsburg zu denTowers wechselte, zog es Jacob schon mit 16(!!) an das Basketball-Internat der EWE Baskets in Oldenburg. Dort spielte er seit 2019 in der Bundesliga. „Damals hat alles perfekt für mich gepasst“, sagt er, „und der Schritt nach Oldenburg war genau richtig“, die Towers damals ja im Grunde gerade sozusagen eher noch in Gründung befindlich. Nun will Jacob aber ab sofort sportlich etwas kürzertreten, sich auf seine Ausbildung – er studiert Fitness- und Gesundheitsmanagement – konzentrieren, und er ist dabei schwer motiviert. „Ich will nicht mehr mein ganzes Leben nach dem Sport ausrichten“, sagt er und ist seit Kurzem zudem Fitness- und Athletiktrainer der Towers U14, der JBBL (U16) und der NBBL (U19), wo er dann durchaus mit seinem Co-Trainer Bruder Joshua zu tun hat. Basketball, so viel zu kürzertreten, spielt er dann ja doch auch weiter: in der PRO-B in Wedel, dem Kooperationspartner der Towers. So verschieden sie tatsächlich sind, so einig sind sie sich dabei, dass jeder seinen Weg gehen muss, Hauptsache Basketball, und dass jeder jedem alles gönnt, das Richtige eben. Sie sind sehr stolz auf einander, das ist toll zu sehen. Die größten Fans sind sicherlich die Eltern, wobei die Jungs korrigieren. Es sind doch eher die Großeltern: „Oma und Opa sind noch schlimmer“, sie lachen und berichten, dass sie den Großeltern sogar einen Magenta TV-Account eingerichtet haben, damit sie alle Spiele live verfolgen können. So geht´s.

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Fotos: 

sporting hamburg, Dennis Fischer, Patrick Willner