Handball: Keule- Maxi!

08.12.2022

Handball: Keule- Maxi!

Wer auch immer nicht zu bremsen ist, so in Sachen Euphorie, Fleiß, Beständigkeit und Vision, ist der Buxtehuder SV mit seinen Handball-Damen.

Unermüdlich feilen und bauen da Geschäftsführer Peter Prior und Trainer Dirk Leun mit begrenzten Mitteln Pokal-Schreckerinnen, Halbfinalistinnen, Europacup-Teilnehmerinnen, vor den Toren der schönsten Stadt, sie sind unser Handball-Satellit. Und weil sie bald, nämlich am 30. Dezember, in der Sporthalle Hamburg gegen Zwickau eines ihrer Top-Spiele des Jahres bestreiten, schickten sie jüngst eine der Leistungsträgerinnen, Maxi Mühlner (21), über den großen Fluss zu sporting, um Werbung für das Spiel und sowieso für Spitzenhandball in Buxte zu machen. Maxi ist eine Kreisläuferin wie aus dem Bilderbuch, finden wir, und dennoch sehr nett. Sie spielt die 2. Saison in Buxtehude, gehört letztlich zum Buxte-Neu-Aufbau, nachdem vor zwei, drei Jahren einige der erfahreneren Spielerinnen aufgehört hatten. Und Trainer Dirk Leun, er ist seit 2008 in Buxtehude, hat augenscheinlich sein Training, seine Spielauffassung geändert. „Viele Mannschaften in Deutschland spielen in festen Systemen, wissen immer eine Antwort auf gegnerische Spielzüge, dabei sind sie aber sehr starr.“ Maxi weiter: „Dirk lässt uns viel Spielraum …“, schönes Wort in diesem Zusammenhang, „… viel Raum für Kreativität, er ermutigt uns regelrecht“, und formt somit weiter junge Talente, offensichtlich mit   Erfolg. „Im letzten Jahr wurden wir fast als Underdog Dritte in der Liga“, sagt Maxi, und aktuell Rang 4 ist ja auch vernünftig. Und dabei sind die „jungen Wilden“ aus Buxtehude nicht nur Draufgängerinnen, vielmehr „harmoniebedürftig“, beschreibt sie weiter. Allwöchentlich machen sie aus dem Donnerstag direkt nach dem Training den „Dönerstag“, also, sie gehen keine Pizza essen. „Ich bin mit 21 fast  schon eine der erfahreneren Spielerinnen“, schildert sie, „habe auch deutlich dazugelernt.“ Maxi weiter: „Ich bin sehr körperlich, aber ich habe mich gebessert.“ Sie sagt: „Tatsächlich bin ich auf dem Spielfeld ein anderer Mensch, ich will zudem gewinnen.“ Und das tun sie, den Meister vom letzten Jahr, Dortmund, haben sie in Buxtehude ordentlich zurechtgerückt. „Und auch das Restprogramm in diesem Jahr“, das da mit 8 Spielen in 30 Tagen recht knackig ist, „müsste machbar sein“, und damit meint sie dann 16 Punkte. Maxi weiter: „Leider konnten wir wegen der letzten EM den Dortmund-Flow nicht nutzen, aber das kriegen wir hin“, ist sie zuversichtlich, und wir freuen uns auf das oben angesprochene Spitzenspiel gegen Zwickau hier vor der Haustüre, in der Sporthalle Hamburg. Wer dabei sein will, wie Maxi sich (vordergründig) zurückhält, aber natürlich siegen will, wie sie und u. a. Isabelle Dölle, Liv Süchting (frisch aus der eigenen Jugend) oder auch Charly Kähr (sie kam aus der Schweiz in die Harburger Berge, Maxi nennt sie auch „Rambo“) Zwickau das Fürchten lehren: Tickets für den 30.12. gibt es überwww.bsv-live.de/tickets/online-ticketing/
Weiterlesen bei sporting hamburg.

 

Fotocredit: Sporting Hamburg

Fotocredit: Dieter Lange

Fotocredit: PR