Hockey - Gut Ding will...

14.12.2020

Hockey - Gut Ding will...

Nun ist die Hockey-Hallensaison gerade komplett abgesagt worden. Blöd, das.

Und bis die Feldsaison wieder startet, müssen die Hockey-Spieler*innen wahrscheinlich die eine oder andere Runde um die Alster oder an der Elbe laufen und darüber hinaus kreativ sein, die Zeit möglichst sportlich zu verbringen. Wir trafen die Hockey-WG Luca Müller(26) und Krümel (25, heißt eigentlich Jan-Hendrik Bartels, aber das weiß kaum jemand) vom Hamburger Polo Club, die im Anschluss noch ´ne Runde Golf spielen wollten. Sie waren offensichtlich ganz gelassen, sind sie wohl auch eigentlich immer. Aber auch aus Hamburger Hockeysicht können sie das, denn die Polo-Herren sind aktuell wohl längste Praline der Welt, sprich Hamburgs bestes Herren-Team. Von 5 (!!!), in der 1. Bundesliga. Zuletzt gab es ein krasses Resultat gegen den Lokalrivalen UHC (5:0), aber sie schlugen vor kurzem auch den aktuellen Tabellenführer RW Köln und spielten gegen den amtierenden Meister Uhlenhorst Mülheim ein treffliches Unentschieden heraus. Zufälle sehen anders aus. Sind auch nicht wirklich eingeplant, denn der Hamburger Polo Club, allen voran Vorprescher, Initiator, Head of … in Sachen Hockey Frank Schmidt (53), hat eine Vision, letztlich will man nämlich mit bestem Hamburger Hockey national auftrumpfen. Und was zunächst beim Rest-of-Hamburg-Hockey nicht ganz so ernst genommen wurde, wurde spätestens mit der Verpflichtung von Rekord-Nationalspieler und zweimaligem Olympiasieger Witti (Matthias Witthaus, 38) als Chefcoach bzw. Spielertrainer Fakt. „Da ging das bei Polo richtig los“, heißt es. Von einer deutlichen Professionalisierung sprechen Krümel und Luca: Die Mannschaft wurde wie bei den Fußballern ausgegründet; ein großer Kreis von Mitgliedern und Freunden wurde zu Förderern, dem sogenannten „Club 100“, die unterschiedlichst unterstützen; ein Unterbau wurde weiter ausgebaut, die Frauenmannschaft spielt in der 2. Bundesliga, ... und der Boom allgemein, das zieht Talente. 

Aus diesem Grund gibt es zwar auch so Kollegen wie Krümel, er spielt schon immer bei Polo, seit 20 von 25 Jahren, aber viele Spieler sind bunt gemixt, neu, aus Hamburg, aus ganz Deutschland, dann gibt es eine Österreich-Fraktion und  aktuell ein paar Neuseeländische Spieler, was offensichtlich einen großen Reiz ausmacht. „Wir sind alle für die eine Sache da, wollen erfolgreich Hockey spielen“, heißt es, das eint ungemein. Ziel ist zunächst ein Patz unter den Top Vier. Das ist dann die Finalrunde. Bis dahin ist jetzt erst mal Corona-Winter. Hoffentlich kalt genug, die aktuelle Form bis in das Frühjahr zu konservieren. 

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Fotos: Jan Oliver Pemoeller