Neun Millionen Euro für den Hamburger Sport in der Energiekrise

16.11.2022

Neun Millionen Euro für den Hamburger Sport in der Energiekrise

Mit dem ersten Hilfspaket aus dem verabschiedeten Notfallfond will der Senat den organisierten Sport auch in der Krise absichern.

Die im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gestiegenen Energiepreise für Gas und Strom in Deutschland und Europa stellen auch den Hamburger Sport vor große Herausforderungen. Die Vereine und Verbände haben bereits mit erheblichen Anstrengungen zur Energieeinsparung reagiert. Auch DOSB und HSB haben alle Mitgliedsvereine aufgerufen, Energiesparmaßnahmen zu ergreifen. Ziel ist eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch ist klar: Die gestiegenen Kosten für Gas und Strom lassen sich nicht in vollem Umfang durch höhere Mitgliedsbeiträge oder andere Umlagen finanzieren. Anfang November erst hatte die Sportministerkonferenz klargestellt, dass die Sportvereine neben der, vom Bund angekündigten Gaspreisbremse auch von der Strompreisbremse profitieren werden. 

Mit einem zusätzlichen Entlastungspaket in Höhe von bis zu neun Millionen Euro sollen Vereine und Verbände darüber hinaus entlastet werden um den Sportbetrieb auch in der Krise abzusichern. Vereine und Verbände können damit bis Ende April 2024 nicht rückzahlbare Zuschüsse in Höhe von bis zu mehreren Tausend Euro beantragen. Die Höhe des Förderbetrages pro kWh sowie die maximale Förderung richtet sich dabei gestaffelt nach der Art der Anlage, der Energieart sowie der Preissteigerung. 

Antragsberechtigt sind Sportvereine und Sportfachverbände, die bis spätestens zum 31.12. vergangenen Jahres in das Hamburger Vereinsregister eingetragen wurden und die über mindestens eine vereins- bzw. verbandseigene Anlage verfügen bzw. diese als wirtschaftlich Verpflichtender nutzen. Die Vereine müssen dabei nachweisen, dass die Kostensteigerungen mindestens 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr betragen. Die Vereine sind zudem aufgefordert, weiterhin Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs umzusetzen. 

Vereine und Verbände des Hamburger Sportbund e. V. können ihren Antrag voraussichtlich ab dem 6. Dezember über das HSB-Mitgliederportal direkt einreichen. Die übrigen Antragsteller richten ihren Antrag an das Landessportamt der Behörde für Inneres und Sport.

 

Sportsenator Andy Grote: „Nachdem wir als Sportministerkonferenz kürzlich für Klarheit gesorgt haben, dass Sportvereine neben der Gaspreis- auch von der Strompreisbremse profitieren, ist das heute das zweite wichtige Signal für den Hamburger Sport mit einer klaren Botschaft: Wir lassen niemanden alleine und sind fest entschlossen, den Hamburger Sport wie schon in der Pandemie gut durch diese Krise zu bringen. Mit unseren Energiekostenzuschüssen versetzen wir die Vereine in die Lage, ihren Sportbetrieb über die kommenden Winter abzusichern.“

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Dank guter Vorarbeit zwischen Sport- und Finanzbehörde mit dem Hamburger Sportbund ist die, mit 9 Millionen Euro gut ausgestattete Nothilfe für Sportvereine, in unserer Stadt als erster Hilfsfonds in der Energiekrise startklar. Das ist auch ein Signal an die vielen tausend Ehrenamtlichen in Hamburgs Sportvereinen, der größten Bürgerbewegung unserer Stadt, dass wir sie in dieser Krise nicht allein lassen. Einmal mehr macht sich bezahlt, dass wir auf bewährte Strukturen aus der Corona-Krise aufbauen können (…).“ 

HSB-Vorstand Daniel Knoblich: „Nach der Corona-Krise gefährdet nun die Energiekrise den Hamburger Vereinssport. Insbesondere Mitgliedsorganisationen mit eigenen oder angemieteten Anlagen können die explodierenden Energiepreise nicht mehr bezahlen. Der Nothilfefonds Energie kommt nun zur richtigen Zeit. Wir sind dem Hamburger Senat und seinem Landessportamt sehr dankbar für die Unterstützung. Gemeinsam können wir auch diese Krise bewältigen!“

 

Fotocredits: Witters