Padel: Hat richtig was!

20.05.2022

Padel: Hat richtig was!

Wer denkt, dass Der Club an der Alster nicht auch supertrendy ist, müsste das eigentlich spätestens jetzt wissen, denn Alster spielt Padel, und das ist schwer angesagt.

Padel hat einen echten Suchtfaktor, kommt aus Spanien, entstand auf den vielen unzähligen Hinterhöfen über zig Jahre und ist dort seit langem Volkssport, gleich hinter Fussi. Und weil der 2. Vorsitzende des DCadA, Dr. Gisbert Beckers, immer wieder mal in Spanien war/ist, brachte er 2020 wohl keine Flasche Rioja, sondern die Idee Padel mit nach Hamburg. Sein Club und dessen Mitglieder danken es ihm offenbar, denn die zwei festen Plätze sind dauerbelegt, waren gerade in Corona-Zeiten sehr begehrt, und bei den ersten Clubmeisterschaften guckten die Mitglieder in Scharen von der Terrasse zu. Wobei die Hockey-Jungs sich wohl schon hin und wieder im Trainingslager bei Polo Barcelona an Padel ausprobiert hatten. 

Padel ist Tennis mit Bande oder Squash mit Tennisball, gezählt wird wie beim Tennis. Das 10 x 20-m-Spielfeld ist von Glaswänden umgeben, in der Mitte ist ein Tennisnetz. Und Stichwort Hinterhöfe (eng und höhere Mauern) und nicht spanische Marktplätze (weit, Cafés, Tapas und Blumenkübel): Der Ball muss einmal auftrumpfen, kann dann aber auch hinterrücks über die Rückwand sozusagen ins gegenüberliegende Feld gespielt werden. So einfach hin und her ist selten, und wir schicken die beiden ratlos schauenden Alster-Spieler immer wieder in die Ecken. Das ist fies, weil der Ball schwer aus den Ecken zu löffeln ist, oft tropft er dann müde und frustrierend auf den Boden. Auch gern genommen: der Lob, über einen rüber (ehrlich gesagt, immer über uns rüber), sieht simpel aus, ist leider schwer zu retournieren, weil Timing. Aber Spaß beiseite: „Das Spiel macht richtig Spaß, ist sehr schnell, sehr vielseitig, spielerischer und sehr teamorientiert“, erklärt Peer Laux (er ist DER Tennistrainer bei Alster), weil immer zu zweit gespielt wird, also vier Spieler:innen stehen auf dem Court. Die Schläger sind leicht, aus Carbon. Overall kennzeichnend: Man (auch wir) kann einfach losspielen. Natürlich sind Peer und Billy viel besser, aber – und nicht, weil sie höflich sind – der Einstieg ist leicht: „Es gibt zum Beispiel keinen Aufschlag-Stress wie beim Tennis“, erklärt Peer weiter, denn der Aufschlag von unten ist vorgegeben. Wir haben Glück. „Und jeder Return kommt zurück“, ergänzt Billy, hockeyspielender Padel-Spieler und Marketing-verantwortlich beim DCadA, „es gibt viele Ballwechsel.“ Bis dato spielt nur der SC Condor ebenfalls Padel, da geht das auch öffentlich (www.condorpadel.de), aber auch weitere Clubs wollen nachziehen: Polo, HTHC, auch der UHC zum Beispiel. Es gibt natürlich auch eine Bundesliga, allerdings zwei Verbände, riecht noch etwas nach Kinderschuhen. Aber das wird sich, gerade in Deutschland, sicherlich alles bald regeln „und dann wird Alster sicher dabei sein“, vermutet Peer.

www.dcada.de/padel

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Fotos: DCadA