The only way is up!

06.01.2021

The only way is up!

Klettern – Speedklettern – boomt, natürlich auch in der Active City, spürbar auch am Erfolg der diversen Boulderangebote:

In Hamburg das Boulderquartier in Wandsbek, die Nordwandhalle in Wilhelmsburg, das FlasHH in Bahrenfeld, auch die HT16 bietet Bouldern und Klettern satt, und zwar nigelnagelneu. Und dann natürlich der Deutsche Alpenverein mit seinen extrem vielfältigen Kletter- und Boulder-Möglichkeiten in Lokstedt. Wir schnacken mit dem sehr netten und kompetenten Nils Kremeskötter (41), Ihn trafen wir bei der Speedklettern-DM in der Europa Passage. Nils ist Landestrainer Nord (heißt: verantwortlich für die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und die schönste Stadt) – für leistungsorientiertes Klettern, ist klar. Dazu gehören drei durchaus unterschiedliche Disziplinen: das Speedklettern, möglichst schnell auf einer weltweit genormten Route die Wand raufhechten, das Bouldern und das Leadklettern. Beim Bouldern geht es um „möglichst schwierige, trickreiche Bewegungsabfragen“, erklärt Nils, maximal vier Meter hoch über Weichsprungmatte, weil ohne Sicherung. Beim Lead hingegen „klettert man nicht zwingend schnell, sondern vielmehr eine sehr schwere Route in sechs Minuten möglichst weit hoch“, erklärt Nils. Alle drei Disziplinen sind als Mehrkampf dann nun 2021 erstmalig olympisch. 

Derweil die erwachsenen Klettermaxe und -maxinnen im Grunde für sich trainieren, kümmern sich die Landestrainer*innen fast ausschließlich um die jugendlichen Talente ab 13 bis 19/20. Etwa 15 Spitzensportler*innen sind es im Norden, 2 von ihnen gewannen bei der DM Bronze, aus Hamburg sind 4 Sportler*innen am Start. Bis zu 5-mal die Woche wird trainiert, „dazu kommt dann noch die Grundlagenarbeit: Kraft, Ausdauer, Dehnen sowie auch hier Technik und Taktik.“ Interessant: Wenn man denken könnte, die Kolleg*innen ziehen sich an den Armen nach oben, weit gefehlt: Die Beine sind beim Speed King. Die Hände –  sie sind nur so für die Kontaktpunkte (beim Speedklettern). 

Also, wer dann jetzt erleichtert ist, oder sowieso neugierig, der wendet sich am besten direkt an das DAV Kletterzentrum, Tel: (040) 60 08 88 66, Mail: kletterzentrum@dav-hamburg.de

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Fotos: DAV / René Oberkirch